Wellness ohne Termin
Simon Rank, Betriebsleiter der Carasana Bäderbetriebe GmbH, über gute Erfahrungen mit dem neuen Walk-in-Spa-Angebot der Caracalla Therme in Baden-Baden
Herr Rank, wie läuft Ihre neue WellnessLounge?
Grundsätzlich haben wir eine überaus positive Resonanz auf unsere Angebote. Man kann schon sagen, dass der Trend eindeutig zu Körperanwendungen und Massagen wie der klassischen Rückenmassage geht. Auch Trendmassagen wie z.B. LaStone werden sehr gut gebucht. Gesichtsbehandlungen dagegen werden in der WellnessLounge weniger gewünscht. Die Auslastung ist durch die positive Resonanz natürlich dementsprechend gut. Wir haben in der WellnessLounge neun Kabinen, in denen gleichzeitig 13 Behandlungen möglich sind – vier Kabinen sind Twin-Räume. Die CaraVitalis Wellnesswelt beschäftigt mittlerweile ca. 23 Therapeuten, die aber auch in den Massageräumen im römischen Friedrichsbad eingeteilt werden.
Sie bieten Vorab-Reservierung und Walk-in-Prinzip gleichzeitig an?
Ja, tatsächlich wird beides sehr gut genutzt. Für uns bedeutet dies, die richtige Anzahl an Therapeuten vor Ort zu haben, sodass an den einzelnen Tagen genügend Mitarbeiter vorhanden sind, um sowohl die vorreservierten Termine per Telefon/Internet als auch die „Walk-In-Kunden“ optimal zu bedienen, ohne dabei die Auslastung der Therapeuten aus den Augen zu verlieren.
Was hat Sie zu dem neuen Angebot bewogen?
Wir wollten ganz gezielt unseren Gästen die Möglichkeit geben, spontan während dem Besuch der Caracalla Therme eine Behandlung zu buchen. D.h. in Badekleidung oder Bademantel direkt aus der Caracalla Therme in die WellnessLounge zu gehen und einen Termin zu vereinbaren. Unsere Erfahrungen zeigen uns, dass spontane und kurzfristige Wellness-Aufenthalte sehr gefragt sind und auch genutzt werden.
Nach welchen Faktoren wurde die Lounge konzipiert?
Wie bereits die römischen Vorbauten entwickelt sich die Caracalla Therme entlang des Florentiner Berges. Zentrales Element des Thermenbereiches ist der teilweise an den Hang angrenzende Kuppelbau, in dem sich die Badelandschaft befindet. Von hier aus wurde auch die neue WellnessLounge erschlossen. Ein Entwurfsgrundgedanke der Architekten war der gestalterische Bezug zu den bestehenden Bauten und zur Bädergeschichte des Orts. So wurde der Anbau radial vom Mittelpunkt der Kuppelhalle aus entwickelt. Strahlengleich finden sich diese Radien in den neuen Räumen in Wandlinien, Decken und Bodenspiegel wieder. Zugleich verwendeten die Architekten denselben türkischen Marmor als Bodenbelag, der in der Caracalla Therme verlegt ist. Der Übergang zwischen Bestand und Neubau verläuft fließend und kaum wahrnehmbar.
Die WellnessLounge wird durch warme Rottöne bestimmt. Als Grundfarbe wählten die Architekten ein klassisches Eisenoxid-Rot, das sich in verschiedenen, mit Wischtechnik bearbeiteten Wand- und Deckenflächen findet oder in unterschiedlichen Abstufungen als Fliesenmosaik in Sanitärräumen. Es soll an die klassische rote Tonerde und die Ziegelbauten der Römer erinnern. Ergänzend wurde das rötliche Holz der amerikanischen Kirsche für die Holzeinbauten in den verschiedenen Räumen verwendet. Auch das Friedrichsbad als Urtyp aller Wellnesseinrichtungen findet seine gestalterische Würdigung: Bilder baulicher Details – auf Folie und Plexiglas aufgezogen – sind an Wänden und Decken der neuen WellnessLounge zu finden.
(ah)