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Aktuelle Marktübersicht

Die AlphaSphere by sha., Foto: sha. Holding GmbH
Die AlphaSphere by sha.

Multisensorische Entspannungsliegen

Wurde die erste holistische Entspannungsliege ursprünglich noch für ein Klangmuseum entwickelt, reißen sich heute die Spa-Gäste um das Erlebnis für alle Sinne. Wir präsentieren aktuelle Modelle

Der „Urahn“ aller multisensorischen Liegen, die AlphaSphere, wurde von dem Wiener Künstler und Wahrnehmungsforscher sha. nach seinen Beobachtungen im „Haus der Musik“ in Wien entwickelt, in dem Originalklänge aus dem Mutterleib dreidimensional hörbar und spürbar wurden. Kinder reagierten fantastisch und legten sich intuitiv auf den klingenden und vibrierenden Boden. Die Kinder wollten die Klänge ganzkörperlich erfahren, sie mit allen Sinnen erfassen. Daraus entstand die Idee der Liege, die es auch Erwachsenen ermöglichen sollte, sich dieser sinnlichen Erfahrung auszusetzen. Heute sind mehrere Liegen mit teils unterschiedlichen Konzepten am Markt und Wellness-Betriebe verfügen über erste Erfahrungen mit den Liegen als Stand-Alone-Treatment im eigenen Profitcenter, das Jahreserlöse im fünf- bis sechsstelligen Bereich erwirtschaften kann. Bezahlt der Gast für die halbstündige Nutzung beispielsweise 25 Euro, ergeben sich bei einer Liege und zwölfstündiger Betriebsdauer bei Vollauslastung 600 Euro pro Tag.

Überlegungen, die sich lohnen können – das denken beispielsweise auch die Studenten der dualen Hochschule in Heidenheim. Neun Studenten der Hochschule und der Polytechnischen Universität Tomsk, Russland, haben daher innerhalb von knapp sechs Vorlesungsmonaten zusammen mit den verantwortlichen Studiengangsleitern Prof. Haas und Prof. Rupp sowie Dozenten, Industriefirmen und Sponsoren eine Produktrealisierung von der Ideenfindung bis zum Prototypen bewerkstelligt. Die „Universal Liege für Wellness und Unterhaltung“, kurz ULWU, soll Innovation, Komfort, Entspannung und Unterhaltung in einem Gerät vereinen. Für das Modell gebe es eine breite Masse an potenziellen Interessenten, meint der „Marketingleiter“ Markus Eckstein. Zum einen junge Leute, die kurz zwischendurch entspannen wollen, zum anderen auch gestresste Geschäftsleute und bewusste Genießer. Bevor die Produktidee wirklich umgesetzt werden kann, müssen die Projektgruppen ihre „Auftraggeber“ Prof. Haas und Prof. Rupp von ihrer innovativen Idee überzeugen. Prof. Haas: „Wir bewerten die präsentierten Produktmerkmale, das Lastenheft, die Attraktivität, die Risiken, den Finanzbedarf, das Marketingkonzept und die Realisationswahrscheinlichkeit einer Produktidee auf der Basis von Machbarkeitsstudien, bevor wir grünes Licht erteilen.“

Mehrere Sponsoren unterstützen die Studenten mit Wissen, Erfahrung, Handwerkskunst sowie Sach- und Geldspenden. Nur dadurch ist die Realisierung überhaupt möglich. Die Produktionskosten für den Prototyp, ohne die Lohnkosten für die Studenten, liegen bei mindestens 14.000 Euro. Der Großteil davon ist bereits gedeckt. Das beachtenswerte Nachwuchs-Projekt erzielt nicht nur in Heidenheim und Umgebung, sondern auch international Anerkennung und Aufmerksamkeit (Infos unter www.ulwu.de).
(ah)